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                     BENZINPREISERHÖHUNG - DIE NÄCHSTE RUNDE!
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Ja, es  ist wieder  einmal so weit... die  Kaputten am  Ruder unseres  noch viel
kaputteren  Staates wollen den kleinen Mann mal wieder etwas nackiger machen und
ziehen ihm zum Schutze der Umwelt und des Steuersäckels den Schlüpfer aus.

Denen von Euch, die  ein  eigenes  Auto durch  die Gegend  fahren, ist dies beim
letzten Tankstellenbesuch  sicherlich schmerzlich vor Augen geführt worden, denn
anstatt  von mir aus 75 DM für  einen vollen Tank, müssen  plötzlich gute  90 DM
berappt werden, und die Anzeigetafeln jeder Tanke sehen  merkwürdig  anders aus,
mit den ungwohnten 2en vor dem Komma.

Das Resultat  dieser kürzlichen  Erhöhung (auch das  Normal Benzin  schrammt nun
schon kurz an der 2DM Grenze) sind jede Menge halbvolle  Tanks (es soll ja Leute
geben, die hoffen damit bis zur nächsten Preissenkung  auszuhalten), beschimpfte
Tankwarte (die ja nun echt kaum mehr was dafür können), behäbig durch die Gegend
zuckelnde Fahrzeuge (man muss ja irgendwie Sprit sparen - nur bei den momentanen
Aussentemperaturen kann auch ich machen, was ich will... ich komme  einfach kaum
unter 8 Liter auf meinen Kurzstrecken) und ein enormer Tanktourismus, sei es zur
nächsten Globus- oder Kaufland-Supermarkttankstelle oder sogar  in die Tschechei
oder nach Polen (großer Gott).

Auch wenn sich die Erhöhung im allgemeinen bei einer Tankfüllung nur unerheblich
bemerkbar macht, so sieht es auf ein ganzes Jahr verteilt doch etwas anders aus.
Ich habe  mir die Mühe  gemacht und mal  ausgerechnet, was ich  an Mehrbelastung
aufbringen muss, im  Vergleich zu  vor 2-3 Jahren, als der Sprit hier so um 1,50
DM gekostet  hat. Heute  liegt er hier, ganz  aktuell  bei 2,05 DM für den Liter
Super, und da liegen wir noch etwas unter dem Bundesdurchschnitt.

Also, bei  einer Jahresfahrleistung  meinerseits von etwa 20.000 km  ergibt sich
für mich eine  momentane  jährliche Spritrechnung  von schlappen 3.700 DM... das
sind im  Vergleich zu vor 2-3 Jahren runde 1300 DM an Mehrkosten. Mehrkosten die
sich nicht nur  über mich drückend  ausbreiten, nein, die auch dazu  in der Lage
sind, ganze  Wirtschaftszweige (vor  allem  auch  Dienstleistungsunternehmen und
soziale Dienstleistungen) an den Rand des Ruins zu treiben.

Doch ich will  mich hier nur zu den Problemen des  kleinen Mannes auslassen, der
am meisten unter diesen Lasten zu leiden hat und dem verhöhnend Alternativen an-
geboten werden, die gar nicht existent oder anwendbar sind...

- Das 3Liter Auto... Quatsch, gibt es nicht, zumindest nicht in der Form, in der
es auch  im Stadt- und Kurzstreckenverkehr auf  diesem Limit liegen würde. Zudem
sind diese 3Liter Fahrzeuge bislang auch  noch Dieselahrzeuge, welche  mit einem
gnadenlosen  Steuersatz nur  für Viel- und  Langstreckenfahrer erst  interessant
werden.
Das grössere Problem diesbezüglich  dürfte aber  sein, daß ausgerechnet die, die
von den Benzinpreis-Erhöhungen  am härtesten getroffen werden, und das sind die,
die sich eben kein  neues Fahrzeug leisten  können, die noch mit  einem Kadett D
durch  die Gegend fahren, der 12 Liter  frisst und  dazu noch von der Steuer arg
gebeutelt werden, dadurch in einen Teufelskreis gelangen, aus dem sie nicht mehr
herauskommen. Denn die neue Technik  ist teuer, und wer kein Geld hat, und davon
gibt es  leider genug, muß sich vorerst mit  der alten Technik  begnügen und hat
gerade deshalb Ausgaben, die einen neuen sparsamen Wagen  in weiter Ferne rücken
lassen... lächerlich.
Irgendwo ist hier jedwede Logik verloren gegangen. Man kann keinen Menschen dazu
zwingen, sich ein sparsameres Auto zu kaufen, wenn eben keines zu einem halbwegs
erschwinglichen Preis auf dem Markt ist! Und wenn man  dennoch dies versucht, in
dem die  Daumenschrauben  angezogen  werden (Benzinpreis), dann  handelt  man in
höchstem Maße unsozial.
Diejenigen jedoch, die die höheren Betriebskosten ihrer Fahrzeuge aus der Porto-
kasse zahlen  können, die sich die neuen  Fahrzeuge leisten  könnten, gerade die
behalten  ebenfalls ihre  Luxus-Karossen und blasen  halt 20 Liter auf 100 km in
die Luft. Denen tut das nicht weh, bei denen  gehört das dazu und  es entspricht
ihrem  großmännischen Image, trotz hoher  Benzinpreise einen  Riesenschlitten zu
fahren... Hier könnte man doch härter ansetzen... aber ich denke das gehört wohl
nicht hierher und verhallt ungehört...

- Nahverkehrsmittel... diese Alternative überhaupt anzupreisen ist ein Witz. Ge-
rade auf dem Land sind diese Verbindungen lächerlich, manche Orte werden nur ein
einziges Mal täglich angefahren und das zum Teil auch noch nur als Rückweg...
Wer zum Beispiel hier von einem kleinen Dorf nach Jena fahren will, muss erst zu
Fuss in den nächsten Ort laufen und von dort einen  Bus  erhaschen. Zurück kommt
man mit dem Bus... allerdings nur einmal täglich...
Desweiteren sind die  Fahrpreise für diese Nahverkehrsmittel inzwischen auch auf
einem Niveau angelangt, das einem die Tränen in die Augen treibt. Beispiel Bahn:
für  die  Strecke  Jena - Naumburg = 35km muß  man  im Regionalzug  als einfache
Fahrt  inzwischen an  die 10 DM  bezahlen. Was man für 10 DM selbst  in heutigen
Zeiten an Benzin bekommt ist leicht  auszurechnen und auch die  Strecke, die man
damit im Auto zurücklegen kann.
Das ist um ein vielfaches bequemer, vor allem wenn man an die  überfüllten Busse
denkt, die im Berufsverkehr unterwegs sind. So, und dafür wird man halt bestraft
und das nicht zu glimpflich.
Aber, wo wir auch bei den Fahrzeiten  sind, für Arbeiter die  gleitende Arbeits-
zeiten haben, fallen die Nahverkehrsmittel ohnehin aus.
Zum anderen wird aber auch bei den Nahverkehrsmitteln wieder kräftig gespart und
so wird  eine Bahnlinie nach der anderen lahmgelegt, die eine oder andere Stras-
senbahn wegrationalisiert und Busfahrpläne werden verkürzt.
Im Grossen und Ganzen mögen Nahverkehrsmittel in Städten und Ballungsräumen doch
aufgrund der präkeren Parkplatzsituation  und der verstopften  Straßen  eine ge-
wisse  Alternative sein, auch wenn  man diese  teuer bezahlen muß, auf den länd-
lichen Bereich kann man sie nicht anwenden.
Doch gerade  dies wird getan, mit dem Affekt, daß eben die  Fahrpreise angezogen
werden (teilweise  mag dies  auch noch durch das  unselige Spritproblem  bedingt
sein), denn irgendwie  muß  man ja  die Busse finanzieren, die zu  unmöglichsten
Zeiten leer  zwischen den Dörfern verkehren (oder  einfach  leer am  Straßenrand
stehen, weil der Bedarf gleich null ist).

- Fahrrad... ich  lach mich tot! In  der Stadt  vielleicht noch  ein brauchbares
Verkehrsmittel, wenn genug Radwege vorhanden sind (denn auf  den Straßen verkom-
men die Radfahrer zu  schnell zu  Kamikaze-Piloten), um sich durch  die Staus zu
drängeln  und um  auch kurze Wege zu erledigen, doch  wiederum sind  sie auf dem
Land  keine brauchbaren  Verkehrsmittel. 20 km zur Arbeit sind heute  im Prinzip
gängig und  fast schon eine Kurzstrecke, die meisten Menschen  müssen Pendeln um
überhaupt einen Job zu bekommen. Wenn man diese Strecke  mit dem Rad zurücklegen
soll, ist man schon tot bevor man auf  Arbeit ankommt, vor allem  wenn auch noch
der Witterungsaspekt hinzukommt. Wer mit Menschen arbeitet kann es sich als Aus-
hängeschild seiner Firma einfach nicht leisten, vor allem in  der kalten und vor
allem nassen Jahreszeit, wie ein Schwein bei seinem Kunden zu erscheinen.

So... dies nur als kurzer Abriss... verwunderlicher für den  arg gebeutelten Au-
tofahrer  hingegen ist  die  Frage, wo denn das viele  Geld  hingeht?! Jaa... es
werden nun sogar offiziell die Rentenkassen  saniert! Sicherlich  werden die un-
geahnten  Überschüsse auch anderweitig eingesetzt, allerdings  in keinster Weise
im Verkehrswesen.
Auf jeden Fall  wird es nicht für den eingesetzt, den man da ausbluten läßt, für
den  Autofahrer. Gerade hier  im Osten  von  Deutschland, wo die  Straßen in den
letzten 40 Jahren nur mit Mühe in Stand gehalten worden sind, tun sich im Moment
immer mehr Abgründe auf.
Für viele  Umgehungsstrassen wird  das Geld weggestrichen, selbst  Bundesstraßen
werden nur noch auf das nötigste in Stand  gehalten. Baumaßnahmen, vor  allem in
den Städten  ziehen sich  zum Teil über Jahre hin, weil  das Geld  einfach immer
wieder zusammengestrichen wird und deshalb neue  Projektierungen nötig sind, die
allerdings ebenfalls Unsummen verschlingen.
Währenddessen verwandeln sich viele Kreis- und Landesstraßen  in Pisten, die der
Taiga in Sibirien gut zu Gesichte stehen würden.

Vor allem der letzte Winter hat den eh schon in einem schlechten Zustand befind-
lichen Strassen den Rest gegeben. Und was wird getan? Es werden Tempolimits ver-
hängt (Landstraße 60km/h) und das hat zur Folge, daß der Ausstoß an Abgasen er-
höht wird und auch der Benzinverbrauch steigt.
Zudem werden die Autofahrer auf  diesen Straßen  auf eine  harte Probe gestellt,
denn die Kosten für die  eigenen Vehikel steigen ob der riesigen Löcher und har-
ten Bruchkanten im Asphalt, immens in die Höhe.
Seit ich von der Stadt auf's Land gezogen bin, habe ich mehr Probleme mit meinem
Fahrwerk als all die Jahre, die ich mein Auto vorher hatte. Ständig sind irgend-
welche Gummi's ausgeschlagen. Zum Glück bin ich von  Reifenplatzern bislang ver-
schont geblieben, doch dafür werden meine  Stoßdämpfer nicht lange halten...

Und wenn man sich das alles  anschaut, dann fragt man sich  schon, was der Auto-
fahrer, als größter  Geldesel in diesen Landen, den Herren da oben wert ist.
Scheinbar ist man mehr daran interessiert unser Land blühen und grünen zu lassen
und die  Menschen zu Hause verrecken zu lassen, denn wer nicht fährt kriegt kei-
nen Job und ohne Job gibt's auf Dauer auch  kein Auto mehr... und das stände den
asozialen Grünies wohl gut zu Gesicht?!

Upsi, ich werde unsachlich... aber egal... seit es die grünen  Chaoten geschafft
haben, sich  an der Regierung  zu beteiligen, steuern  wir auf eine  ganze Menge
Probleme zu. Auch wenn dieser Alptraum  vielleicht im Jahre 2002 ein  jähes Ende
finden wird, denn man kann viel mit den kleinen  Leuten machen, jedoch alles nun
auch wieder nicht, so wird unser ach so tolles Land nach dieser Periode noch be-
schissener dastehen als zuvor.
Kein Wunder das Radikale und Utopisten (ProDM - ich lach mich tot) aus dem Boden
schiessen und Idioten wie die Partei Bibeltreuer Christen uns bei einem Wahlsieg
die Rettung vor der Apokalypse versprechen...
Momentan hat es die ganze Parteienlandschaft in Deutschland  vergeigt, hier kann
man keinem  Schwein mehr  trauen... Doch was soll man tun?! Nicht  wählen gehen?
Das fördert nur die Radikalen... SPD wählen? Dann hat man  gleich die Grünen mit
am Hals... CDU wählen?! Ich  weiss nicht... allerdings  ging es uns  unter denen
auch nicht  beschissener als jetzt... und  schließlich  hat die Schwarzgeldsache
ja auch einiges für sich gehabt, hehe... Leuna wäre ohne dies wohl nicht zu ret-
ten gewesen, lach lach...
PDS wählen? Ich  weiss nicht, die haben sich  einiges an  Sympathie-Punkten ver-
spielt, denn dort, wo sie mitrudern dürfen, tanzen sie als SPD Marionetten durch
die Räume...
FDP... wer braucht eine Partei ohne Gesicht...

Doch halt, es ging  um die Autofahrer mit ihrem Problem... egal, selbst wenn die
nächste Wahl einen Politikwechsel  bringen sollte, werden die Benzinpreise nicht
sinken, denn die Mehreinnahmen  werden sich auch die  neuen Machthaber  zu Nutze
machen wollen und uns haben sie wieder am Arsch...

Ich mach Schluß jetzt... Denkt Euch  Euren Teil, ich habe meinen Frust etwas ge-
mindert... doch kommt einer Bitte  nach: Schlagt jedem Grünen  den Ihr seht sein
dummes Fahrrad um die Ohren!!!

PS... Atomkraft?! Find ich gut...

                                                                moondog / .tSCc.
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